Hans Kammerlander – Der Extrembergsteiger

Mit der 24 – Stunden – Wanderung erfüllt Hans Kammerlander so manchen einen Traum. Diese Wanderung gehört zu den bedeutensten und anspruchsvollsten Ausdauer – Events in den Alpen.

Hans Kammerlander und seine „24 Stunden“ Wanderungen: Ein Selbstversuch für viele

Sich einmal wie ein Extremsportler zu fühlen und der Wunsch seine Schmerzgrenze kennen zulernen, ist bei manchen das oberste Ziel dieser Wanderung. Seit dem Jahr 2002 gibt es die 24 – Stunden – Wanderung mit Hans Kammerlander und seinem Team.

Wer tut sich so etwas an und bezahlt dafür auch noch 420Euro? Hauptsächlich nehmen an dieser Wanderung, die übrigens immer an einem Wochenende im September stattfindet, Österreicher und Deutsche teil. Das Alter spielt keine Rolle. Die Teilnehmer sind Mitte Zwanzig, die ältesten oft über 60. Viele sind Wiederholungstäter und schon zum 2. oder 3. mal dabei. Man sagt, es besteht Suchtgefahr!

Die Gruppe um Hans und sein Team besteht meist aus ca. 30 – 35 Teilnehmern. Gestartet wird in Sand in Taufers am Büro vom Hans Kammerlander. Kurz erklärt „Hans“ was die Teilnehmer in den nächsten 24 Stunden zu erwarten haben. Es gab schon 24-Stunden-Wanderungen wo es in Strömen geregnet hat. Oder bei der 36 – Stunden Wanderung (die übrigens auch von Hans Kammerlander angeboten wird) konnte man gar nicht die ganzen 36 Stunden wandern, weil noch so viel Schnee lag.

An seine Grenzen stoßen und trotzdem weitermachen, das macht den Reiz dieser Wanderung aus

Hans Kammerlander erfüllte sich schon früh einen Lebenstraum und machte sein Hobby zum Beruf. Mit 21 Jahren legte er die staatlichen Prüfungen ab und wurde Bergführer und Skilehrer. Zitat von Hans: „Das Gefühl ganz oben zu stehen, besteht weder aus Euphorie noch aus Zufriedenheit. Es ist die reine Erlösung von der Schinderei“

Mit Erinnerungen hat sich dieser Mann noch nie begnügt. Neue Ziele waren ihm stets wichtiger als der Blick zurück. Deswegen auch der tolle Spruch von ihm: „Ziele sind wichtiger als Erinnerungen.“ Kammerlander, der in Achornach im Tauferer Ahrntal geboren wurde, und übrigens heute noch dort lebt, bestieg seinen ersten Berg mit 8 Jahren. Den Großen Mooststock (3059) oberhalb von seinem Heimatdorf Ahornach.

In diesen extrem risikoreichen darauffolgenden Jahren kletterte Kammerlander immer öfter allein, solo, ohne Seil und ungesichert. Hans Kammerlander bestieg insgesamt 13 der 14 Achttausender. 1996 fuhr er als erster Mensch vom Everest über die Nordwand mit Skiern. Bis heute arbeitet Hans Kammerlander in der Skischule Speikboden im Tauferer Ahrntal als Skilehrer.

Hans Kammerlander absolvierte bis heute rund 2500 Klettertouren auf der ganzen Welt, darunter 50 Erstbegehungen. Die Liste seiner Expeditionen und Erfolge ist lang. Doch am liebsten ist Kammerlander in Südtirol, wie er selbst sagt. Und so organisiert er Winter wie Sommer tolle Veranstaltungen:

  • Die Winterbergwoche: Mit Schneeschuhwander, Eisfall – Klettern, Skitouren veraschiedener Schwierigkeitsgrade, Gletschertouren.
  • Den Bersommer: Mit Wandern, Klettersteig, Alpine Hochtouren, Gipfeltouren – und natürlich die 24 und 36 Stunden Wanderung.

Vielleicht habt Ihr nun auch Lust bekommen, Hans und seine Berg- und Wanderführerkollegen auf den einen oder anderen Gipfel zu begleiten.

Dann nichts wie los –  Der Berg ruft! Und wenn ihr noch eine tolle Unterkunft sucht, dann empfehlen wir euch das Hotel Heini in Sand in Taufers.

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